Erlebnisse von Malenden

Wie mein Bild entstanden ist!

Nach dem Abschluss eines eher schwierigeren Bildes war ich sehr motiviert ein neues Bild zu malen.
Ich hatte das Bedürfnis nach frischen, klaren und hellen Farben und entschied mich für ein knalliges gelbgrün. Mein Wunsch war es, mit diesem Bild positive Gefühle hervorzurufen und das „Lebendige“ zu malen.
Für dieses Bild benutzte ich drei verschiedene Maltechniken, die Finger, den Pinsel und den Schwamm. Angefangen habe ich in der Mitte des Blattes mit meinen Fingern.
 
Ich malte einen Fleck, vergrösserte ihn, bis mir die Form der Schildkröte auffiel. Nach einer Absprache mit der Malleiterin entschied ich mich eine Schildkröte zu malen, die das Meer verlässt und von einer Welle an den Füssen gekitzelt wird. Während dem Malprozess habe ich allerdings gesehen, dass die Schildkröte ins Meer geht, und deshalb ein Lächeln im Gesicht hat.
Dieses Bild zu malen, hat viele positive Emotionen in mir ausgelöst. Das Meer und der Krebs in der Muschel erinnern mich an einen der schönsten Orte auf der Welt, an dem ich meine Ferien verbracht habe. Die Schildkröte erinnert mich an meinen Freund. Ich habe es genossen während dem Malen in den Erinnerungen an die Schönheit der Natur zu schwelgen und diese auf das Papier zu bringen.
 
Wenn ich jetzt dieses Bild anschaue, gefällt es mir nicht wegen meiner naja „Malkünste“, sondern weil ich durch dieses Bild schöne Erinnerungen mit meinem inneren Auge sehen kann.

Ich will loslassen und Gott vertrauen

Als ich dieses Bild gemalt habe war ich in einer sehr schwierigen Situation. Ich hatte Angst vor der Zukunft, weil unsere finanzielle Situation zu Hause sehr ungewiss war. Ich wünschte mir, dass ich meine Sorgen loslassen und Gott vertrauen könnte.
Als ich mit diesem Satz im Kopf, „Ich will loslassen und Gott vertrauen“ zu malen begann, trug ich bereits vor meinen inneren Augen das Bild einer Waldlichtung mit einem Bach. Während dem Malen entstand diese Waldlichtung jedoch nicht nach meiner Vorstellung.
 
Ein Bild malen, das nicht meinen hohen Ansprüchen gerecht werden kann, traute ich mir jedoch vorerst gar nicht zu. Zaghaft begann ich aber dann doch eine Waldlichtung entstehen zu lassen und meine inneren Vorstellungen mehr und mehr zu kippen. Je mutiger ich beim Malen dieses Bildes losliess, desto mehr Freude bekam ich dabei und wurde zusehends kreativer. Je mehr ich meine hohen Erwartungen zurücknahm, um so mehr traute ich mir beim Malen zu.
 
Dieses Malen half mir, mich etwas zu entspannen, mich an dem zu freuen, was ich dabei erreichen konnte. Mein Wunsch ist es nun, immer wieder in diese Entspannung hinein zu finden und dabei lernen, in allen Lebenslagen „Gott zu vertrauen“.

Krug im Sand

Beim Malen dieses Bildes stand ich in einer sehr, sehr schwierigen Lebenssituation. Eines meiner Kids steckte gerade in einer gewaltigen Krise und der Ausgang aus dieser Situation war ungewiss. Ich bangte um das Leben meines Kindes. Mein Mutterherz blutete dabei und ich fühlte mich hilflos.

Mein eigenes Leben stand Kopf, die dadurch entstandenen Fragen liessen mir Tag und Nacht keine Ruhe mehr. Wie sehr wünschte ich mir, dass das alles nicht wahr ist, dass dies nur ein böser Traum sei.
 
In dieser Situation entstand beim Begleiteten Malen dieses Bild vom Tonkrug, geschaffen mit den Händen aus der Mitte heraus. Ein bauchiger Krug mit einem schmalen Hals.
Während dem malen, stellte ich mir vor, allen Schmerz, meine grosse Hilflosigkeit und mein ganzes Gefühlschaos in diesem Krug zu versorgen. Noch während dem Malen erlebte ich Erleichterung. Und mit jedem Zentimeter malen dieses Kruges, bekam ich neue Hoffnung!
 
Eine weitere wertvolle Erfahrung sammelte ich beim Wählen der entsprechenden Farben. Intuitiv suchte ich sie mir, machte dann aber die Erfahrung, als ich die erst gewählte Farbe verwarf und eine neue wählte, dass dadurch ungute Gefühle entstanden. Bis ich zur ersten Wahl der entsprechenden Farbe zurück ging. Dabei fühlte ich mich sofort wieder besser. Die Zuversicht, dass ich meiner intuitiven Wahl vertrauen darf, dass ich eigentlich spüre, was für mich gut ist, stärkte mein Selbstvertrauen

 



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